Verbund Kommunaler
Kinder- und Jugendhilfe
Eigenbetrieb der Stadt Leipzig
     

TAGESGRUPPE HANS-BEIMLER-STRAßE
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Sitz:Hans-Beimler-Straße 17, 04159 Leipzig
Telefon/ Fax:0341/9118566
Mail:TG-VKKJ@t-online.de
Ansprechpartner:Frau Rösler
1. Grundleistungsangebote
Teilstationäres Angebot nach  § 32, 35a  SGB VIII

für das Kind/ Individualförderung/ soziales Lernen:

  • pädagogisch geplante, zielgerichtete Beziehungsangebote ► Kleinspiele, Prüfung Verhaltensbeobachtung Erfolg/ Misserfolg/ Korrespondenz
  • Vermittlung von Normen und Werten ► bewusste Reflexion von Situationen im  Alltag/ Gruppendynamik, Konfliktverhalten, Krise interpretieren aber auch aushalten, altersgerechte Vermittlung, z.B.: Ich/ Du- Botschaften etc.
  • Entwicklung von Zukunftsperspektiven ► Wunderfragen/ Zukunftsfragen- Abgleich, kindgerechte Wünsche/ Träume in den Vordergrund rücken, Abgleich Lebens- /Realitätsbezug Kind- Herkunftsfamilie
  • Vorleben eines positiven Identifikationsmodells ► fortlaufende Spiegelung eigener Verhaltensmuster im Team, Selbst- und Fremdreflexion
  • spontane, auf die momentanen emotionalen Bedürfnisse der Kinder abgestimmte Kontakte ► z.B. in den Arm nehmen, Massagen, klientenzentrierte Gesprächsführung, haltende Techniken in der Krisenintervention, Deeskalationsmethoden in Form stimmgesenkter Ansprachen, individuelle paradoxe Interventionen (Kenntnisse vertrauter Interventionen aus der Herkunftsfamilie vorausgesetzt) etc.
  • Erlernen und Einüben von Eigenreflexion/ Förderung eigenen Selbstbildes/ -wertes ► Einzel-/ Gruppengespräche, zirkuläre Fragen, Skalierungsfragen etc.
  • Vermittlung von Identifikationsmustern/ Klärung und Bewusstmachung von verschiedenen Rollen, z.B. Erwachsener- Kind, Mädchen- Junge, Anführer- Außenseiter ► Rollenspiele, Einzelgespräche, Lehr- und Videodokumentation, spielerische Nutzung alternativer Medien/ Reflexion Realitätsbezug, z.B.: Vorabendserien, Kinder- und Jugendzeitschriften etc.
  • Abbau von destruktiven Verhaltensmustern (Wut, Aggression und Autoaggression, Provokation, Vermeidung, Verdrängung, Einfordern von Negativzuwendung, personelle Eigenstigmatisierung, wie „Ich bin immer schuld.“ etc.) ► situativer Abgleich von eventuellen Parallelen bzw. erlernten Verhaltensstrategien zur individuellen Bedürfniserlangung, Rollenzuweisung in der Familie/ Gleichaltrigengruppe etc., klientenzentrierte GF, Exploration, Verhaltensabgleich Tagesgruppe- Familienalltag durch Beobachtung und auswertende  Gespräche mit der Familie
  • Annehmen der eigenen Identität und Entwickeln eines angemessenen Geschlechtsrollenverhaltens ► Beachtung Geschlechterrollen im Familiensystem (erlebte Normalitäten), systemische Sichtweise (Mutter-/ Vaterrolle, alleinerziehend, Beziehungswechsel bei mehreren, aufeinander folgenden  Lebenspartnern, biologische- / soziale Väter, symbiotische Bindungen/ Verstrickungen,  Geschwisterkonstellationen etc.
  • Förderung der Kreativität ► musische, malerisch- gestalterische Angebote, Vermittlung von Interessen im allgemein bildenden Bereich, Themenangebote Tierwelt, andere Kulturen mit Projektcharakter (ausländisch Backen/ Kochen) etc., Spiel und Sport, Theaterspiel, Feste unter Einbezug der Familie
  • Begleitung in Krisensituationen unter geregelter Absprache Familie/ ASD ► Wut, Trauer, multidisziplinär (ErgotherapeutIn, PsychologIn, Physiotherapeut, Kinder- und JugendpsychiaterIn, LogopädIn)
  • übereinander lernen: sich kennen lernen, Angst voreinander verlieren, Aufbau von vertrauensvollen Beziehungen – soziales Kompetenztraining, Entschlüsselung von Signalen auf der Ausdrucks- und Kompetenzebene
  • voneinander lernen: eigene Fähigkeiten kennen lernen, Fähigkeiten der anderen sehen und akzeptieren –  Kooperations- und Rollenspiele, Verbesserung der Konzentration/ Ausdauer
  • miteinander lernen: Teamarbeit auf der Grundlage demokratischer Beziehungen
  • die Förderung der sozialen Kompetenz, Reduzierung individueller Versagensängste oder Ohnmachtsgefühle, Verbesserung Stimmeinsatz, Notfallrhetorik, Gewaltprävention- „Stop- Methoden“, paradoxe Intervention, mediative Techniken, Körpersprache/ nonverbale Kommunikation vergegenständlichen und nutzen, Schulung der konstruktiven verbalen Selbstbehauptung, Phantasiereisen,
  • Spiele im situativen Handeln/ Metapherarbeit

für die Eltern/ Familien:

  • Auftragserfassung und Zielentwicklung ► Aufnahmegespräch und Hilfepläne, Beachtung verschiedenster Gegebenheiten der Familie (eigene Erfahrungen mit Jugendhilfe, Analphabetismus, Vermeidung fachinhaltlicher Fremdtermini etc.) – Umfang ca. 1,5 h (bei Hilfebeginn bzw. fortgeführten HPG),
  • Verlaufskontrolle mit der Familie ► monatliche Verlaufsdokumentation an den ASD als Reflexion mit der Familie durch gemeinsame Erarbeitung und klare Formulierung, gemeinsame kleinschrittige Planung von Teilzielen und Verständigung über Messkriterien – Umfang ca. 1h/ monatlich,
  • Eltern- und Familiengespräche/ Ist-/ Sachstandsanalyse zur Rückbindung der pädagogischen Prozesse aus der Tagesgruppe zur Familie sowie zur Bearbeitung der Erziehungsprobleme in der Familie ► mit Rückmeldungsvereinbarung in festgelegter Zeitschiene entsprechend Hilfeplan/ Arbeitskonzept – Umfang ca. 1,5h/ monatlich
  • Beratung der Familie in Erziehungsfragen ► Beachtung manifestierter Erziehungsstile aus systemischer Sicht, Gleichgewicht Erziehung- emotionale Bindung/ Zuwendung gerade bei deprivierten Systemen, Vermeidung von Überforderung durch unrealistische Erwartungshaltungen resultierend aus dem eigenen Familienbild/ Reflexion, sofortige Information an den ASD bei sich abzeichnender Kindeswohlgefährdung – Umfang ca. 1,5 h/ Woche
  • Miterleben/ Interesse/ Motivation der Familie fördern ► Hospitation der Eltern in der Tagesgruppe ermöglichen, Gegebenheiten des anderen räuml. Settings mit Familie besprechen, Abgleich Verhalten- räumliche/ inhaltliche Strukturen, Enge- Freiräume, Überlagerungen von Umweltreizen etc. für Eltern nutzbar und nachvollziehbar machen – Umfang ca. 3h/ Woche
  • Regelmäßig aufsuchend individuell nach Problemlage/ Krisenintervention im Haushalt der Familie ► Beachtung der Privatsphäre der Familien, Rückschlüsse der Gegebenheiten vor Ort  in Abgleich mit Gegebenheiten der Tagesgruppe, Beachtung von Identifikationsmodellen der Kinder und Familien, „Heimvorteil“ der Familie nutzen, um eventuelle Blockaden anzusprechen und abzubauen etc. Ziel: Befähigung zur Alltagsorganisation und Alltagsbewältigung in selbständige Formen zu bringen – Umfang ca. 1h/ wöchentlich
  • Familientage in der HPT ► Förderung der Verständigung/ des Kennenlernens der Familien untereinander zur Forcierung eigener Ressourcen/ Selbsthilfepotentiale etc. ( Stunden) – Umfang 5h/ monatlich
  • Durchführung von Festen, z.B. Sommerfest, Weihnachtsfeiern, gemeinsame Ausflüge (vierteljährlich saisonbedingt) ► Eltern/ Familien Möglichkeiten eröffnen, andere Räume/ Situationen  zu erfahren bzw. geschaffene Ressourcen der Kinder zu erkennen, gemeinsame Vorbereitung und Auswertung mit den Eltern/ Familien unabdingbar notwendig, um fehlerhafte Interpretationen zu vermeiden (Defizitvorhaltungen, Rollenüberschneidungen, Abdelegierung von Elternaufgaben etc.) – Umfang ca. 4h/ vierteljährlich
  • Krisenintervention ► aufsuchend, methodisch mediativ („Schulz von Thun, Transaktionsanalyse, Trennung Sach-/ Beziehungsebenen etc.), aktives Zuhören, individuelle Verlagerung von Betreuungsorten Tagesgruppe- ambulant aufsuchend in der Familie am Ende bzw. Beginn einer Woche nach Zustimmung  ASD  (Änderung der HP- Ziele etc.), Beachtung Kind als Symptomträger, Akzeptanz parteilicher Ansatz/ wertschätzende Elternarbeit, Ursachenforschung explorativ- systemisch, Prüfung manifestierter Verhaltensmuster, Vermeidung entsprechender exponierter Situationen etc. – Umfang entsprechend der Krisensituation
  • Aufbau eines tragfähigen Netzwerkes für die Familie zum Unabhängigmachen von öffentlicher Hilfe und Vorbereitung der Beendigung der Hilfe ► Ressourcenarbeit, Vermittlung zur Nutzung eigener Fähigkeiten und Fertigkeiten bei der Krisenerkennung und -bewältigung, Aquise sozialer Bezugsgrößen (Freundeskreis, Sportvereine, Nachbarschaft etc.) Vermittlung und Begleitung(wenn im Hilfeplan gefordert) zu anderen Helfern (z.B. Arbeitsamt, Regionalschulamt, Sozialamt, Schuldnerberatung etc.)/ Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen/ Verstehen von Ämterschreiben etc. zum Abbau von Schwellenängsten – Umfang 2h/ monatlich

schulische Förderung/ Integration:

  • Förderung der Arbeitshaltung und Motivation ► tägliche strukturierte Begleitung des Kindes bei der selbständigen Erledigung der Hausaufgaben, Kontrolle der Hausaufgaben und des Lernerfolges (z.B. Lesen, Nachschrift) durch die Eltern fördern, Beteiligung/ Interesse der Eltern zur Hausaufgabenerledigung ihrer Kinder fördern, kontinuierliches Einfordern der Elternmitwirkung, auch unter Verweis auf HP- Ziele
  • Absprachen und Überprüfung von Verbindlichkeiten mit Eltern und LehrerInnen ► gegengezeichnetes Hausaufgabenheft, Befähigung der Elternverantwortung, eigene Schulerfahrungen/ kognitive Grenzen der Eltern berücksichtigen,
  • gezielte Einzelförderung bei besonderen Schwierigkeiten, wie z.B. Teilleistungsstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten  ► Beachtung von Tageszeit- Leistungszyklen, Abklärung/ Vermittlung von Alternativlösungen bzw. Strukturmustern, Abgleich/ Grenzsetzung ADS/ ADHS, Ordnungsprinzipien bei autistischen Zügen, Ursachenklärung, Kontakte zu LehrerInnen und Zusammenarbeit mit Schulen durch Gespräche, Problemerfassung und Planung der Zusammenarbeit  gemeinsam mit den Eltern
  • Abstimmung der Verantwortlichkeiten zwischen Eltern, Schule und Tagesgruppe beim Hilfeplangespräch ► klare Positionierung der Grenzen von Tagesgruppenarbeit, „Eltern werden befähigt, Kinder bei schulischen Aufgaben zu unterstützen“ - nicht „Tagesgruppe sichert Erledigung der Hausaufgaben ab.“!!! bzw. Eltern/ Familie bleibt vorrangiger Ansprechpartner für Schule, klare Formulierung von Zuständigkeiten und Grenzen der Jugendhilfe
  • Hospitation in der Schule ► dient ausschließlich der Verhaltensbeobachtung des Kindes im schul. Alltag, um Ressourcen zu erkennen und Überforderungen zu vermeiden, ist keine Unterstützungsleistung für Schule

Förderung zur Umsetzung sport- und freizeitpädagogischer/ erlebnispädagogischer Angebote

  • situationsorientierte Freizeitplanung,
  • jahreszeitlich abgestimmte strukturierte Freizeitplanung, 
  • gemeinsame Gruppenausflüge,
  • an den geöffneten Ferientagen Tagesausflüge mit der Gruppe,
  • gemeinsame Tagesaktionen mit befreundeten stationären WG´s des VKKJ,  
  • Kontaktförderung im sozialen Umfeld des Kindes, z.B. Sportvereine,
  • Ferienfreizeit (Abklärung, vorrangige Prüfung der Motivation der Eltern zur Durchführung etc.),
  • Eltern- Kind- Ausflüge
  • Beobachtung der Eltern in der Interaktion und Kommunikation beim gemeinsamen Spiel mit dem Kind,
  • Befähigung, die Interessen des Kindes in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken, Motivation und Aufrechterhalten gemeinsamer Eltern- Kind- Erfolge, Nachhaltigkeitsvermittlung positiver Zustände

heilpädagogische Angebote und Leistungen

  • (Re-) Aktivierung des Kindes und der Eltern  zum eigenständigen Handeln
  • vorhandene Funktionsreserven/Ressourcen sind so weit als möglich zu erkennen, zu nutzen, weiterzuentwickeln bzw. auszugleichen
  • weitmögliche Minderung, Besserung oder Behebung der vorliegenden Beeinträchtigung
  • Ausrichtung der heilpäd. Zielstellungen an Regelzielstellungen/-normen und gesellschaftlich- moralischen Werten/ Tugenden
  • sozialisierende Wirkung im alltäglichen Miteinander/ soziale Integration durch Normalisation und nicht durch Stigmatisierung

    entwicklungsorientiert:

    • heilpädagogische Einzelförderung zur Verbesserung der Motorik, Wahrnehmung und Konzentration,
    • sozialemotionales Lernen/ Umgang mit Nähe/ Distanz/ Zärtlichkeit
    • Wahrnehmung
    • Denken/ Lernen/ Kognition
    • Sprache
    • Motorik/ Bewegung

    handlungsorientiert:

    • Spiel/ Spielfähigkeit
    • zur Verbesserung der Körperwahrnehmung, Motorik, Beziehungsfähigkeit und des Selbstwertes wird 1x wöchentlich die Bewegung im Wasser angeboten
    • Sauberkeits- und Selbständigkeitserziehung
    • klar strukturierter Tagesrhythmus, Wochen- und Jahresrhythmus
    • Wahrnehmungstraining/ Sensibilisierungsübungen (Sinne, Körperschema)
    • Einsatz von Entspannungstechniken

    kreativ- lernend- orientiert:

    • Einsatz von Farben und Musik zur Entspannung Konzentrationsübungen
    • musisch - rhythmische Angebote (Singen, Tanz)
    • spielerische Übungen/ Angebote zur Verbesserung der Motorik, Wahrnehmung, Konzentration, Ausdauer
    •  zielgerichtetes, ressourcenangelehntes Spielen      
    • spielpädagogische Angebote und Aktivitäten
    • kreatives Gestalten und Basteln
    • musikalisch – rhythmische Förderung, Körperkoordination

Sozialraum-/ Gemeinwesenarbeit:

  • Kontakte innerhalb des Stadtteils, die die Integration der Tagesgruppe ins Umfeld fördern und erhalten
  • Prüfung und Aktivierung innerfamiliärer Ressourcen mit dem Ziel ein tragfähiges soziales Netzwerk zu schaffen/ Unabhängigmachen von öffentlicher Hilfe
  • Unterstützung des Aufbaus eines Netzwerkes im Sozialraum
  • individuelle Netzwerkkarte (Case- Management entsprechend Arbeitskonzept)
  • MitarbeiterInnen arbeiten in Gremien auf verschiedenen Ebenen mit (Arbeitsgruppen, IGFH....) um die Anliegen der Heilpädagogischen Tagesgruppe zu vertreten

Krisenintervention/ - prävention

  • Erarbeitung präventiver Maßnahmen mit den Familienmitgliedern
  • Vermittlung von Deeskalations-/ Konfliktkompensationstechniken (reflexiv, mediativ etc.) bzw. Nutzung derer
  • Nutzung/ Rückversicherung Fachberatung/ externes Fallcoaching (nicht entgeltfinanziert) / -supervision, Anregung eventueller Veränderung HP- Ziele in Kooperation ASD, Eltern/ Vormünder etc. bei sich verändernder Fallsituation
  • Überprüfung Bezugserziehersystem/ Teamrollen, Projektionsmuster etc., Thematisierung in Beteiligungsgremien, Beschwerdemanagement, Gruppenrunde etc.,Abklärung von Erwartungshaltungen,
    Eltern-/ Familienauftrag/- beteiligung zur Krisenintervention
  • Transaktionsanalyse, „Schulz von Thun“, Harvard Konzept

3 staatlich anerkannte Erzieherinnen davon 1 Erz. mit heilpädagogischer Zusatzausbildung und  systemische Familienberatung


9 koedukative Plätze, Betreuungsalter 6 bis 14 Jahre, Aufnahmealter 6 bis 12 Jahre


  • 1 Wohnküche
  • kind- und tagesgruppengerechte flexibel gestaltete Räume
  • Sanitärbereiche
  • Teambüro
  • eigener Garten mit Tischtennisplatte, umfangreichen Spiel- und Klettergeräten etc.


  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag  10.00 bis 18.00 Uhr,
  • Öffnungstage entsprechen den jährlichen Werktagen,
  • Sicherstellen der Erreichbarkeit eines Ansprechpartners für die Eltern als auch für andere Personen und Institutionen während der Öffnungszeiten der HPT,
  • Sicherstellen der regelmäßigen Anwesenheit der pädagogischen Fachkraft während der Betreuungszeiten innerhalb als auch auf Freizeitmaßnahmen außerhalb der HPT

2. individuelle Sonderleistungen
keine
3. Konzeptioneller Ansatz (Schwerpunkte)
übergreifende  Schwerpunktziele sind:
  1. Verbleib  des Kindes in seiner Familie ermöglichen,
  2. Stabilisierung der Eltern-Kind-Beziehung sowie
  3. Entwicklungsförderung des Kindes und Stärkung seiner sozialen Kompetenz

individuelle Ziele
  • Stabilität der emotionalen Entwicklung des Kindes fördern
  • psychosoziale Kompetenz des Kindes erreichen
  • soziale Integration des Kindes umsetzen
  • Förderung des Selbstbewusstseins und der Selbstwahrnehmung stärken
  • Nähe- Distanzregulierung und eines angemessenen Sozialverhaltens erreichen
  • Entwicklungsrückstände des Kindes erkennen, bearbeiten und abbauen
  • selbständige Bewältigung lebenspraktischer Anforderungen fördern
  • Bereitschaft des Kindes stärken, sich auf schulisches Lernen einzulassen
  • Selbsthilfepotentiale des Kindes erkennen und zum Tragen bringen

familienunterstützende Ziele
  • verbesserte Erziehungsbedingungen in der Familie erreichen
  • Erziehungsfähigkeit der Eltern fördern
  • die Selbsthilfepotentiale des Gesamtfamiliensystems stärken
  • Herkunftsfamilie in der Krisensituation entlasten und mit ihr gemeinsam neue Lösungen finden

heilpädagogische und psychosoziale  Ziele
  • Lernen, Spielen, Sprache und Motorik fördern,
  • Sensibilisierung auf Umweltreize schulen,
  • die Stärkung des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühles fördern,
  • Aufbau/Stärkung der Ich-Kompetenz, Wir-Kompetenz, der Sachkompetenz,
  • Strukturierung und Bewältigung des Alltags umsetzen und als soziales Trainingsfeld verstehen,
  • Motivation, Begeisterung für Neues, Neugier wecken,
  • Erfahrungslernen; Fehlerlernen, Lernen durch überschaubares Ausprobieren/ Experimentieren mit Aha – Effekt als Ressource verstehen,
  • „Learning by doing“ – Begleitung/ Auswertung/ Anerkennung fördern und umsetzen,
  • Wertschätzung von erreichten Ergebnissen, Lob, Anerkennung auch kleiner Fortschritte praktizieren,
  • haltende und aushaltende Beziehungsangebote vermitteln

lebensfelderhaltende Ziele
  • Toleranz des Umfeldes fördern und Unterstützungssysteme für Kind und Familie schaffen oder ausbauen
  • Vermittlung bei Konflikten mit weiteren Personen oder Institutionen im Umfeld des Kindes oder der Familie
  • Verbleib des Kindes im familiären Bezugssystem und seinem Lebensumfeld sichern

Schwerpunkte/ Werte/ Haltungen sind:

  • intensive Eltern- und Familienarbeit auf der Grundlage der Wertschätzung, Akzeptanz und aktiven Einbeziehung und Beteiligung der Familien
  • sozial- emotionale Förderung und Anregung zur Persönlichkeitsentwicklung
  • Förderung des Sozialverhaltens/ integrationsförderndes Sozialverhalten
  • Förderung unter  Anwendung der Prinzipien Prävention, Kompensation und heilpädagogischer Methoden
  • Förderung der Selbständigkeit und der Alltagsbewältigung
  • Schulvorbereitende und schulische Förderung
  • Sport- und freizeitpädagogischer sowie erlebnispädagogischer Handlungsansatz
  • beratende und begleitende Unterstützungsleistungen bei der Umsetzung von Rechtsansprüchen der existentiell-materiellen Absicherung des Gesamtfamiliensystems
  • sozial- emotionale Förderung/ Anregung der Persönlichkeitsentwicklung/ zur Förderung des Sozialverhaltens
  • Förderung der Alltagsbewältigung
  • Förderung der körperlichen Entwicklung, der Gesundheit und des äußeren Erscheinungsbildes
  • schulische Förderung
  • Sport- und freizeitpädagogische/ erlebnispädagogische Angebote
4. Maßnahmen der Qualitätssicherung
  • Verbundinterne Fortbildungen für alle MitarbeiterInnen lt. jährl. zu überarbeitenden Fortbildungsplan
  • Zusatzqualifizierungen/Ausbildungen der MitarbeiterInnen
  • Realisierung der Personalentwicklungs- und Fortbildungskonzepte des VKKJ
  • Regelmäßige Dienstberatungen, Teamleiterberatungen, Teamberatungen, kollegiale Beratungen, internes Fallcoaching

Supervisionsformen:

  • Fallsupervision entsprechend nach Anlass/ Krise/ Perspektivänderung / -klärung und  Bedarf nach erweiterter Sichtweise durch externe Supervision, mindestens 2h/ Fall/ Jahr
  • wesentliche Fallkonstellationen im teamsupervisorischen Prozess werden bei Bedarf in soziodynamischen Abgleich gebracht (Soziogrammarbeit, Abgleich Beziehungs-/ und Erwartungshaltungen)

Information bei sich verändernder Fallsituation: Bei sich verändernden Fallsituationen verpflichten sich die Mitarbeiter der Wohngruppe unverzüglich entsprechende Informationen an die fallzuständige ASD- MitarbeiterIn weiterzuleiten, um in der Folge entsprechende Maßnahmen (Kriseninterventionsmethoden, veränderte Hilfeplanziele, Art und Umfang der Betreuungsleistung etc.) abzusprechen bzw. zu koordinieren.

Schutz des Kindeswohls: In der Zusammenarbeit mit der Familie und dem Allgemeinen Sozialdienst/ der Jugendgerichtshilfe werden zur Sicherung des Kindeswohls neben dem Hilfeplan insbesondere auch die in der Stadt Leipzig bestehenden Anforderungen zum Schutz des Kindeswohls (Teilfachplan Hilfen zur Erziehung, DA „Schutz- und Kontrollkonzept zur Vermeidung von Kindeswohlgefährdung“, trägerinterne Regelungen zum Umgang mit § 8a SGB VIII) durch den Leistungserbringer umgesetzt. Dies beinhaltet u.a. eine Garantenstellung über Handlungspflichten der sofortigen Informationsvermittlung bei sich abzeichnender oder erfolgter Kindeswohlgefährdung an den ASD im Rahmen der Leistungserbringung lt. Hilfeplan.

HP- Verfahren/ Zieloperationalisierung:

  • Absicherung praxisorientierter Arbeitskonzepte (inh. von 6 Wo. gemeinsam mit Kind/ Jugendlichen, Familie),
  • ergebnisorientierte Auftragserfassung,
  • Teilzielformulierung mit Risikoanalyse (auf Anforderung ASD),
  • Methodenvermittlung/ -abgleich (auf Anfrage ASD),
  • Indikatorenabgleich/- evaluation

Dokumentation:

  • Leistungsdokumentation im Einzelfall (lt. Raster) monatlich,
  • Kurzeinschätzung vor Hilfeplänen bzw. Hilfeplanbericht, wenn abgefordert,
  • sofortige Dokumentation bei sich verändernder Fallsituation/ angezeigter Krisenintervention etc.,
  • jährliche bedarfsorientierte Überarbeitung des Leistungsangebotes/ Leistungsbeschreibung sowie
  • ein jährlicher Qualitätsbericht am Ende des Verhandlungszeitraumes

  • Dauer der Hilfen
  • Umsetzung der Hilfeplanziele
  • Erreichen positiver Lebensbedingungen für die Kinder und deren Familien
  • Mitarbeiterzufriedenheit, Engagement
  • Auslastung der Einrichtung
5. Sonstiges

Erreichbarkeit:
Straßenbahn Linien 10 oder 11bis Straßenbahnhof Möckern, Buslinie 80/90

In der Nähe befinden sich folgende frei zugängliche Parks, Spiel- und Sportplätze:

Auensee, Parkeisenbahn, Rosental, Öko- Bad Lindenthal, FZZ Anker, Schwimmhalle