Wohngruppe Getreidegasse

Wohngruppe Getreidegasse


 

Kontakt


Getreidegasse 14, 04288 Leipzig/ OT Liebertwolkwitz
Teamleiterin: Ulrike Eilenberger
Tel.: +49 34297 144136
Fax: +49 34297 160197
E-Mail: wg-reclam[a]t-online.de

Anbindung der öffentliche Verkehrsmittel


S-Bahn:  Bahnhof Liebertwolkwitz
Bus: Linien 75/690 Haltestelle Schwarzes Ross

Spezifik


  • Stationäres Angebot nach §§ 34, 35a, 41 SGB VIII
  • 10 Plätze im Alter von 8 bis 18 Jahren
  • 2 Plätze im Alter von 16 bis 21 Jahren Verselbständigung
  • familienorientiertes Angebot mit stabilem Bezugserziehersystem zur Sicherung der Beziehungskontinuität
  • dauerhafte und langfristige Begleitung von Kindern und Jugendlichen und deren Herkunftsfamilien/Bezugsystemen mit generationsübergreifender Einbindung des Sozialraumes

Konzeptionelle Ausrichtung


  • Die Wohngruppe Getreidegasse arbeitet unter einer differenzierten systemischen Arbeitsweise unter aktiven Einbezug des Gesamtfamiliensystems und der sozialräumlichen Ressourcen. Angedacht ist die Maßnahme vorrangig für Kinder und Jugendliche, die über längere Zeiträume oder grundsätzlich keine Rückkehroption ins Elternhaus haben und einer langjährigen, steten Betreuung ohne Bindungsabbrüche bedürfen.Trotzdem sind Familien der Kinder und Jugendlichen aktiver Bestandteil sowohl in der individuellen Fallarbeit als auch in Begegnung und aktiver Teilhabe am Wohngruppenalltag. Für ältere Jugendliche besteht die Möglichkeit einer phasenorientierten Verselbständigung.Die Zielstellungen der Wohngruppe Getreidegasse orientieren sich somit an einer erweiterten Zielgruppen- und Lebensraumbetrachtung, welche die Herkunftsfamilie sowie das sozialräumliche Umfeld des Kindes/Jugendlichen berücksichtigen. Flankierende Projektarbeit im Rahmen generationsübergreifender Angebote und tiergestützte Körper- und Verhaltensarbeit sind wesentlicher Bestandteil der ganzheitlichen Methodik.

    Allgemeine Ziele sind u. a.:

    • Emotionale Entwicklung des Kindes/Jugendlichen stabilisieren,
    • familiäre Ressourcen erarbeiten,
    • lebensnahe, gemeideorientierte Netzwerkarbeit,
    • generationsübergreifende Einbindung sozialräumlicher Ressourcen, Vereine und Institutionen,
    • Reintegration von Kindern und Jugendlichen in ihren familiären Kontext oder wenn dies nicht möglich ist
    • Erarbeitung/Definition von Perspektiven und Unterstützung adäquater Ablöseprozesse im Sinne der Verselbständigung,
    • Transparenz bzw. Sinnhaftigkeit eigenen Handelns motivierend und ressourcenorientiert nutzen,
    • Selbsthilfepotentiale des Kindes/Jugendlichen definieren und nutzen,
    • Individualität des Einzelnen wertschätzend im pädagogischen Prozess nutzen,
    • Bereitschaft fördern, sich auf schulisches Lernen einzulassen.

    Speziell für die Förderung der familiären Förderung bzw. Wiederannäherung arbeitet die Wohngruppe mit familienunterstützenden Zielen, wie:

    • Das Gesamtsystem stärken/Ressourcen erkennen und einbeziehen,
    • Selbsthilfepotentiale der Bezugspersonen fördern und nutzen,
    • die Erziehungsfähigkeit der Eltern wertschätzend nutzen und somit
    • die Herkunftsfamilie entlasten.

    Lebensweltorientierte Ziele sind:

    • Toleranz des Umfeldes und Unterstützungssysteme für Kind und Familie schaffen oder ausbauen,
    • Werkstattprojekt, Bauwagen,
    • Kletterprojekt, Bouldern,
    • Leseabende, Kindercafe, auch für das Gemeinwesen,
    • Kultur- und Sprachförderung für unbegleitete, minderjährige Asylbewerber,
    • schulische und berufsvorbereitende Förderung,
    • Konfliktlösung mit Personen oder Institutionen im Umfeld des Kindes oder der Familie (Schule, Ämter, erweitertes soziales Umfeld etc.),
    • Rückkehr des Kindes/Jugendlichen in sein familiäres Bezugssystem und/oder sein Lebensumfeld vorbereiten und
    • lebensweltbezogene Perspektiven im Sinne der Verselbständigung finden.

    Im Rahmen der Individualförderung arbeitet die Wohngruppe vorrangig mit heilpädagogischen sowie tiergestützten Methoden und Übungen, wie:

    • Legasthenie-/Dyskalkulieintervention,
    • heilpädagogische Übungsbehandlung,
    • psychomotorische Förderung,
    • orientierte Sprachförderung & Sprachanbahnung,
    • soziales Lernen,
    • tiergestützte Pädagogik,
    • zielgruppenspezifische Kleintierhaltung,
    • therapeutisches Reiten im Rahmen der Netzwerkarbeit,
    • Praxis-, Bau- und Sportprojekte,
    • Rhythmik/Musik oder Entspannungsübungen.